Die Bereitschaft von Menschen, sich freiwillig für gemeinsame Ziele einzusetzen, auch wenn der persönliche Nutzen unsicher bleibt, beobachten wir in verschiedenen Lebensbereichen wie Impfprogrammen, Sportvereinen, Amateurorchestern und Umweltinitiativen. Ein weiteres Beispiel ist Urban Gardening. Menschen investieren Ressourcen und Zeit in gemeinschaftliche Grünflächen, obwohl Alternativen wie private Balkongestaltung oder ein eigener Schrebergarten zur Verfügung stehen könnten und der Ertrag nicht nur von ihrer eigenen Mühe abhängig ist, sondern auch von der Kooperation aller Beteiligten.
Wir wissen, wie herausfordernd es ist, die Kooperation langfristig aufrechtzuerhalten (Olson 1965) und zeigen das auch in experimentellen Studien (Ledyard 1995). Das Public Goods Game (öffentliche Güter-Spiel) ist die Standardentscheidungssituation aus der experimentellen Wirtschaftsforschung, um Kooperationsverhalten systematisch zu untersuchen. Die Teilnehmenden erhalten eine Anfangsausstattung, die sie dann aufteilen zwischen einem privaten Konto, das ihnen alleine zugutekommt und einem öffentlichen Projekt, dass der gesamten Gruppe nutzt. Weil durch die Bereitstellung des öffentlichen Gutes Nutzen entsteht, werden die Beträge zum öffentlichen Gut mit einem Multiplikator multipliziert. Das bedeutet, dass der Gesamtbetrag maximiert wird, wenn alle Teilnehmenden ihre gesamte Ausstattung ins öffentliche Gut investieren. Es entsteht jedoch der Anreiz, vom öffentlichen Gut zu profitieren, ohne einen Beitrag zu leisten, sondern die eigene Ausstattung komplett ins private Konto einzuzahlen oder ,mit anderen Worten, Trittbrett zu fahren. Laborexperimente zeigen, dass Teilnehmende zwar mehr zu öffentlichen Gütern beitragen, als die Spieltheorie, die vom rationalen Individuum ausgeht, vorhersagt, jedoch weiterhin unterhalb des sozialen Optimums bleiben. Durch den Anreiz fürs Trittbrettfahren nehmen die Beiträge zum öffentlichen Gut in wiederholten Public Goods Games ab, was die Fragilität der Kooperation verdeutlicht (Ledyard 1995).
Der 30. September dieses Jahres war ein besonderer Tag, denn nachdem alle möglichen Dienstzeitverlängerungen durchlaufen waren, hatte Professor Weimann nach 30 Jahren seinen letzten Arbeitstag als Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik. Diese Ära musste natürlich gefeiert werden und genau das haben wir auch getan. Begonnen haben wir die Festivitäten mit einer office burning Party, die noch im September im alten Büro Prof. Weimanns stattgefunden hat. Das Zimmer stand bereits größtenteils leer und bot den Blick auf weiße Wände. Nun verlockt es doch sehr, diesen Wänden etwas Farbe zu verleihen, also organisierte Prof. Weimann Farben, Pinsel und Getränke und lud die Fakultätsmitglieder ein, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Im Handumdrehen waren die Wände bunt und einige der vielen Erinnerungen der letzten Jahrzehnte erzählt.

Lieber Herr Sensel, Sie haben Ihr Bachelor-Studium mit Bravour abgeschlossen und haben sich direkt im Anschluss für den Wechsel in den Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie entschieden, das freut uns natürlich sehr.
In einer sich wandelnden Welt, die mit den fortschreitenden Auswirkungen des Klimawandels und einer internationalen Energiekrise konfrontiert ist, rücken nachhaltiges Handeln immer weiter in den Fokus von Logistikunternehmen. Der Personen- und Gütertransport ist maßgeblich an der Entstehung klimarelevanter Emissionen beteiligt und somit von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Insbesondere landgebundene Verkehrsmittel wie Lastkraftwagen und Züge spielen eine entscheidende Rolle im Güterverkehr in Europa. Umweltorientierte Lösungen für diesen Bereich haben somit direkte Auswirkungen auf die Erreichung der Klimaziele.